Keine „alten Zöpfe“ interessieren Jochen
Traar, vielmehr experimentiert er in Grenzbereichen wie Wahrnehmung,
Materialität und Metamorphose und rettet damit ganz
nebenbei das Abendland. Durch Transformation von Banalem, lässt
er „ alter Egos“ von Dingen des täglichen Lebens
entstehen, die über ihre ursprünglichen Funktion hinaus
eine neue Definition erhalten, die - eine Frage der Wahrnehmung-
schon immer (auch) vorhaben war. Er nimmt sich die Freiheit „mit
anderen Augen zu sehen“ und schafft damit Werke, deren Materialbeschaffenheit
und Oberfläche augenzwinkernd ein Paralelluniversum erschaffen.
Dass den Dingen mehr innewohnt als ihre offensichtlich kulturgeschichtliche
Definition es vorgibt bedarf der Freilegung und ist einer der Hauptaspekte
der Arbeit von Jochen Traar. Es ist alles da. Sehen hilft!